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Costa Alentejana e Vicentina

Über die Region


Der Fernwanderweg Rota Vicentina durchquert den Naturpark, der 110 km wilde Küste und zirka 75.000 ha umfasst. So groß das Gebiet, so abwechslungsreich seine Landschaft. Ganz unterschiedliche Lebensräume, einige von ihnen noch fast unberührt, in denen sich eine große Vielfalt endemischer Pflanzenarten findet. Das Gleiche gilt für die hiesige Fauna, insbesondere in der Welt der Amphibien, Vögel und Meerestiere.

Die Küstenregion Costa Alentejana e Vicentina verbindet zwei der schönsten Landschaften Portugals: die romantisch-ruhige Alentejo-Küste und die westliche AlgarveKüste, ursprünglich und fast unberührt wie selten in Europa. Viel Natur, Landleben, Authentizität und ein angenehmes Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr bedeuten, die Region ist ein unbedingtes Muss für alle, die den Naturtourismus lieben.

 

Anreise

Die Region liegt südwestlich von Lissabon. Die nächsten Flughäfen sind Lissabon und Faro. Von dort aus erreichen Sie die wichtigsten Orte der Südwestküste per Auto, Bahn oder Bus.

Sines oder Vila do Bispo erreichen Sie über Autobahnen und/oder Schnellstraßen, andere Etappenziele über teils recht kurvige, dafür landschaftlich besonders reizvolle Landstraßen.

Wollen Sie bei Ihrer Rota Vicentina-Wanderung ganz auf das Auto verzichten, können Sie per Zug oder Bus anreisen und vor Ort Taxis und Transfers nutzen, die einige Dienstleister anbieten.

Planen Sie, Wandertage mit anderen, weiter entfernten Aktivitäten zu kombinieren, empfehlen wir, mit einem Mietwagen anzureisen, da das lokale öffentliche Transportnetz meist unzureichend ist.

Mit dem Flugzeug

Die Region wird von den Flughäfen Lissabon und Faro versorgt. Für die nördlichen Etappen eignet sich der Anflug über Lissabon am besten, für die südlichen Faro, wobei die Anschlussverbindungen ab Lissabon vielfältiger sind. Die Flughäfen Lissabon und Faro werden von praktisch allen europäischen Hauptstädten angeflogen.

Mit dem Auto

Europcar

Von Lissabon aus folgt man der Autobahn A2/A12 oder der Nationalstraße IC1 in Richtung Süden/Algarve. Von der A2 nimmt man entweder auf der Höhe von Sines die Schnellstraße IP8 in Richtung Odemira und Porto Covo, oder man nimmt die IC1 bei der Ausfahrt „Beja/ Ferreira“, der man in Richtung „Algarve/Ourique“ und anschließend in Richtung „Alvalade/ Cercal/ Lagos“ oder „Odemira/ OESTE“ folgt. Von Faro aus folgen Sie der Autobahn A22 oder der Nationalstraße EN 125 bis LagosBensafrim. Von dort aus können Sie auf der EN 125 nach Carrapateira oder Aljezur weiterfahren.

Mit dem Zug

Von Lissabon aus folgt man der Autobahn A2/A12 oder der Nationalstraße IC1 in Richtung Süden/Algarve. Von der A2 nimmt man entweder auf der Höhe von Sines die Schnellstraße IP8 in Richtung Odemira und Porto Covo, oder man nimmt die IC1 bei der Ausfahrt „Beja/ Ferreira“, der man in Richtung „Algarve/Ourique“ und anschließend in Richtung „Alvalade/ Cercal/ Lagos“ oder „Odemira/ OESTE“ folgt. Von Faro aus folgen Sie der Autobahn A22 oder der Nationalstraße EN 125 bis LagosBensafrim. Von dort aus können Sie auf der EN 125 nach Carrapateira oder Aljezur weiterfahren.

Mit dem Bus

Mit dem Bus kommen Sie – abgesehen vom Privatfahrzeug – noch am direktesten an jeden Ort der Rota Vicentina. Die Firma Rede Expresso verfügt über komfortable Busse mit kostenlosem WiFi-Service. Durch einige Kilometer kurvenreicher Straßen dauert die Fahrt ca. Ein bis zwei Stunden länger als mit dem Auto. Die Rede Expresso-Busse fahren von Lissabon und Lagos aus und steuern jeden größeren Ort der Region an.

In der Region

Die praktischste Art des Transfers für Wanderer und Gepäck, einschließlich des Transports vom Flughafen zu einem beliebigen Ort innerhalb der Rota Vicentina ist über unsere Partner Taxis. Überprüfen Sie die Rota Vicentina Entfernungs Tabelle, um eine Abschätzung der zu erwartenden Kosten für die Dienstleistung zu erhalten. Treten Sie direkt mit unseren Partner Taxis in Verbindung, da es keinen zentralen Shuttleservice gibt.

Der Rodoviária do Alentejo Bus Service bietet Verbindungen zwischen Odeceixe und Santiago do Cacém und EVA Transportes zwischen Lagos und Odeceixe an. Alternativ können Sie auch auf Rede Expressos, das portugiesische Fernbusunternehmen zählen, das Sie problemlos zwischen zwei Ortschaften hin- und hertransportieren kann.

Einige praktische Verbindungen:

Rodoviária do Alentejo
Linha 8923: Odeceixe – Santiago do Cacém
Linha 8942: Odeceixe – Santiago do Cacém
Linha 8077: Cercal do Alentejo – Sines
Linha 8214: Sines – Vila Nova de Milfontes
Linha 8928: Santa Clara-a-Velha/Sabóia – Odemira
EVA Transportes
Odeceixe – Lagos
Lagos – Sagres
Sagres – Cabo de S. Vicente

Bitte beachten: manche dieser Verbindungen sind nur werktags verfügbar.


Natürliche Gegebenheiten

Wer sich vom Meer aus dem Südwesten Portugals nähert, stößt auf eine hohe Klippenlandschaft, Felsformationen aus Jahrtausende altem Gestein, dunkler an der Alentejo-Küste (Schiefer und Grauwacke) und heller an der Algarve-Küste (Kalk). Auf der Küstenebene ist der felsige Untergrund mit einer feinen Sedimentschicht überzogen, Nährboden einer Fülle von Lebensräumen und Artenreichtum.

Flüsse und Bäche durchziehen das Plateau, graben Schluchten und Täler. Ihre Ufer säumt dichtes mediterranes Buschwerk. Weiter flussaufwärts erreicht man die Berge (Serra), durch die gewaltige Kontinentalplattenverschiebung geformte Felsfalten. Eichen- und Kiefernwälder und felsige Bergkuppen prägen die Landschaft. Greifvögel und nachtaktive Raubtiere sind hier zuhause.

Den Südwesten Portugals zeichnen seit jeher global außergewöhnlich günstige klimatischen Bedingungen aus. Er war in den letzten Eiszeiten ein Refugium vieler Pflanzen- und Tierarten. Eine Großzahl dieser Arten findet sich dort bis heute. In Portugal befinden sich unzählige endemische Arten, d.h. solche, die weltweit nur dort vorkommen.

Die Winter sind kurz und mild, bringen aber genügend Regen, um die Erde für die verbleibenden neun Sonnenmonate mit Wasser zu versorgen.

Hier die verschiedenen Landschaften in denen sich wunderbar auf Entdeckungstour gehen lässt:

Zwischen den Felsen - bei Ebbe – nach Seesternen, Seeigeln, Entenmuscheln und Wellhornschnecken stöbern; über den Klippen, auf denen auch Störche, Falken, Schwalben, Dohlen, Hausrotschwänze nisten oder in den Dünen (reich an seltenen, endemischen, aromatischen und Heilpflanzen); an den Fluss- und Bachmündungen (Brutstätten für Fische, Weich- und Schalentiere); auf den Küstenebenen (von denen aus man im Oktober Tausende von Zugvögeln – unter ihnen auch die gro- ßen Gleitflieger – vorbeiziehen sehen kann); an den temporären mediterranen Flachgewässern (in denen prähistorische Schalentiere und nahezu alle in Portugal heimischen Amphibien zu finden sind); durch eingeschlossene Täler (mit portugiesischen Eichen, Lianen und beerenreichem Buschwerk); an klaren Bachläufen (in denen der Otter heimisch ist); oder in Pinien- und Korkeichenwäldern (Lebensraum der Wildschweine, ideal zum Sammeln von Pilzen und wildem Spargel).

Ja, selbst in den vom Menschen kultivierten Landschaften, in Korkeichen- und Olivenhainen, auf Wiesen, in Obstanlagen bewahrt sich eine große biologische Vielfalt.



 

Klima

Die idealen Wandermonate auf der Rota Vicentina sind September bis Juni. SüdwestPortugals mediterranes Klima verspricht ganzjährig milde Temperaturen, vor allem durch den starken Einfluss des Atlantik.

• Die Sommerzeit, speziell die Monate Juli und August, in denen die höchsten Temperatren herrschen, sind für Wanderungen nicht empfehlenswert.

• Der Oktober ist im Allgemeinen sehr mild mit ebenfalls warmen Wassertemperaturen und kaum starkem Wind.

• Im Winter sinken die Tagestemperaturen nicht unter 11°C. Gewöhnlich fällt zu dieser Jahreszeit der meiste Regen.

• Ab März wechseln Sonnen- und Regentage sich ab, während die Temperaturen zu steigen beginnen. Die Landschaft erwacht und die Intensität der Farben und Düfte sorgt dafür, dass der Frühling eine der schönsten Jahreszeiten für einen Besuch dieser Region ist.

Sozial-Historischer Kontext

Die Geschichte Südwest-Portugals ist eng mit seiner geographischen Lage verknüpft. Die Situation als Rand- und Grenzgebiet bestimmte die gesellschaftliche Entwicklung bis hin zur heutigen Struktur.

Seit der Vor- und Frühgeschichte zog dieses Gebiet Siedler, Abenteurer und Neugierige an. Die wichtigsten archäologischen Spuren stammen indessen aus der römischen Zeit. Hierzu gehören die Ausgrabungsstätte Miróbriga, eine Siedlung teils vorrömischen, teils keltischen Ursprungs in Santiago do Cacém und archäologische Funde aus den Häfen von Sines, Pessegueiro, Milfontes und Odemira.

Im 13. Jahrhundert, mit der Zurückeroberung der Iberischen Halbinsel durch die Christen nach 500 Jahren maurischer Herrschaft, wurde das gesamte Gebiet dem neuen portugiesischen Königreich zugeschrieben. Bis dahin hatte sich die Besiedlung mehr auf das Landesinnere konzentriert. Erst im Laufe der Zeit dehnte sie sich wieder bis auf die Küstengebiete aus. So entstanden unter dem Schutz der Krone, mit Unterstützung regionaler Mächte (Santiago-Orden) und lokaler Regenten („Homens-Bons“), an zwei strategisch günstigen Küstenabschnitten die Orte Sines und Milfontes. Das Vordringen maghrebinischer Korsaren beeinträchtigte jedoch die Ausbreitung der Siedlungen, bedrohte die Sicherheit der Seefahrt und die Bevölkerung entlang der Flüsse.

Wieder waren es die Häfen, die eine entscheidende Rolle im Leben der Bevölkerung übernahmen, denn sie sicherten den Fisch für die Ernährung und den Handel sowie den Export regionaler Produkte. Der Fluss Mira, der ein weitläufiges Gebiet durchquert, ermöglichte die Verschiffung ins Landesinnere, was diesem Wasserweg eine prominente Rolle in der Geschichte des Südwestens verlieh und dazu beitrug, dass der Ort Odemira zu einem attraktiven Zentrum und Einzugsgebiet wurde.

In Meeresnähe nahmen die Menschen eine Art „amphibischen“ Lebensstil an. Die meiste Zeit bebauten sie ihre Felder und gingen bei günstigem Seegang auf Fischfang. Weiter im Landesinneren herrschten Landwirtschaft und Viehzucht vor. In dieser kaum besiedelten Region begünstigte das weitläufige, unkultivierte Gelände Weidehaltung, Bienenzucht, Korkproduktion und Holzwirtschaft. Natürlich gab es auch Gewerbe wie Schuster, Schmiede, Wagenbauer und - verbunden mit dem Anbau von Flachskulturen - kleine familiäre Webereien.

Das Leben war bestimmt durch die Zyklen der Natur und den Bauernkalender, sei es bei der Arbeit, den Festen oder der Religionsausübung. So zum Beispiel das Sonnenwendfest Ende Juni mit seinem heiligen Bad, seinen Masten und Feuern. Jahr für Jahr wiederholten sich althergebrachte Riten, die das Christentum im Laufe der Zeit übernahm.